Android Market unattraktiv für Gameloft
Gameloft, der französiche Mobiltelefon-Spielehersteller, möchte keine Spiele mehr für Android entwickeln. Begründet wird dieser Schritt mit dem noch nicht optimalen Market.
It is not as neatly done as on the iPhone. Google has not been very good to entice customers to actually buy products. On Android nobody is making significant revenue,
Womit er nicht ganz unrecht hat. Hier muss Google handeln und endlich einen brauchbaren Market an den Start bringen. Die Möglichkeiten zu suchen und Neues zu entdecken sind, gelinde gesagt, spärlich. Dennoch wird Gamelofts Entscheidung etwas überbewertet. Es ist unangetastet, dass das iPhone und vor allem der iPod Touch, eine großartige Plattform für mobile Spiele ist. Diesen Rang wird und möchte Android nicht ablaufen. Daher kann man verstehen, dass Spieleentwickler Android eher spärlich unterstützen werden.
Doch werden Anwendungsentwickler weiterhin die Plattform unterstützen. Es darf auch nicht vergessen werden, dass das iPhone ungefähr ein Jahr früher veröffentlich wurde. In diesem einen Jahr hat Apple sehr viel gelernt. Das SDK erst auf Drängen der Entwickler veröffentlicht und den Market überhaupt erst eingeführt.
Rocheforts sagte weiterhin:
We have significantly cut our investment in Android platform, just like … many others
Diese Aussage ist schon etwas schwergewichtiger. Er sagt, dass viele andere die Unterstützung von Android aufgrund des Markets zurückziehen. Bisher ist nur Gameloft bekannt. Wer die „vielen anderen“ sind, muss sich noch zeigen. Ob jedoch der iPhone App Store der Weisheit letzter Schluss ist, muss sich ebenfalls noch zeigen. Viele Entwickler, vor allem private und kleinere Studios ohne große Budgets, ziehen sich ebenfalls vom iPhone zurück. Die Begründung liegt zumeist an den Zulassungsbeschränkungen und dem undurchsichtigen Review-Prozess innerhalb des App Stores.
Es ist weder beim iPhone, noch bei Android zu befürchten, dass die jeweiligen Markets oder App Stores aussterben werden, nur weil ein Studio oder ein Entwickler seine Unterstützung zurückzieht. Was bleiben wird, ist die kurze Aufmerksamkeit. Was kommen wird, sind neue Entwickler mit hoffentlich neuen guten Ideen. Dank der kostenlosen SDKs sind diese beiden Plattformen nicht an große Studios gebunden und die Hobbyentwickler können sich frei entfalten.
